Home  |  Kinderpatenschaft  |   Sitemap  |   Kontakt/Impressum Suche       Suche
Compassion Home Page
Home
Kinderpatenschaft
Wer wir sind
Wie wir arbeiten
Compassion-Botschafter
Patenschaft leben
News
Downloads
Videos
Mit Compassion arbeiten

News

Ruanda: Leben mit Aids

19-07-2010

Aids bleibt eine der größten Gefahren für die Menschen in Afrika. Compassion antwortet darauf mit seiner Aids-Initiative, aus der medizinische Hilfe ebenso finanziert wird, wie Möglichkeiten, sich selbst zu versorgen. Amina, Mediatrice und Marie-Claire in Ruanda profitieren davon.

Amina ist 18 Jahre alt. Sie war von ihrer Mutter, die 2004 starb, mit der Krankheit infiziert worden. Amina blieb als Waise zurück und lebt heute mit ihrer 19-jährigen Schwester zusammen. Das Leben wurde immer schwerer für die beiden Mädchen. Amina verließ die Schule, etwas zu essen zu bekommen grenzte an ein Wunder. „Wir blieben manchmal zwei, drei Tage ohne etwas zu essen“, erinnert sich die junge Frau heute.

Doch Amina kam in den Nutzen von Compassions Aids-Initiative im Projekt, das sie besucht. Sie erhielt etwas Startkapital, um ein kleines Geschäft zu starten: Sie verkaufte Lebensmittel in einem Markt, wo auch ihre Schwester arbeitet. „Ich danke Gott, dass er Compassion dahin gebracht hat, über diese Aids-Initiative nachzudenken. Nun haben meine Schwester und ich Hoffnung für die Zukunft.“ Ihr kleines Geschäft lief gut und sie konnte auch wieder zur Schule gehen. Amina erzählt: „Wir haben ein Konto eröffnet und sind in der Lage, ungefähr fünf Euro am Tag zu sparen. Ich danke Gott und den Spendern von Compassions Aids-Initiative.“

Eine niederschmetternde Nachricht

Mediatrice ist 43 Jahre alt und Mutter von fünf Kindern. Sie verlor ihren Mann 1994 im Völkermord von Ruanda. 1996 heiratete sie erneut. Doch ihr zweiter Mann starb 2003 an Aids. Leider war sie bereits von ihm infiziert worden. „Ich verlor meinen Mann und all unsere Habe im Völkermord. Ich entschied mich als Lösung dafür, erneut zu heiraten. Doch Gott hatte andere Pläne mit mir“, sagt Mediatrice. Ohne Bildung, ohne Arbeitstelle und ohne die Mittel, ihre Familie versorgen zu können, sah Mediatrice hoffnungslos in die Zukunft. Die niederschmetternde Nachricht, dass sie Aids hatte, machte ihre Situation noch verzweifelter. „Ich war so besorgt um meine Familie und fragte mich, was ich tun sollte. Doch Gott überraschte mich, als ich ausgewählt wurde, um von Compassions Aids-Initiative zu profitieren.“ Eines ihrer Kinder besucht ein Compassion-Projekt. Mit einem Startkapital von 400 Euro begann Mediatrice, Gemüse auf dem Markt zu verkaufen. Von ihren Einkünften konnte sie schließlich ein kleines Häuschen kaufen und die Schulkosten für ihre Kinder zahlen.

Ein neuer Anfang

Marie-Claire ist eine weitere Frau, die von Compassions Aids-Initiative in Ruanda profitiert. Sie hat drei eigene und zwei adoptierte Kinder, die sie durchbringen musste. Hinter ihr liegen acht schwere Jahre, in denen sie keine Arbeit hatte. Ihr Mann ist behindert und kann nicht ausreichend für die Familie sorgen.
Marie-Claires Tochter Alice wurde in einem Compassion-Projekt aufgenommen. Im Projekt wurden beide, Mutter und Tochter, auf HIV getestet. Es kam eine gute Nachricht heraus – und eine schlechte. Bei Alice fanden sich keine Viren, doch Marie-Claire selbst wurde positiv getestet. Die Nachricht lies alle Hoffnung für sich selbst und ihre Familie schwinden. Doch auch ihr konnte Compassions Aids-Initiative eben dies zurückgeben, was die Krankheit zu rauben drohte: Hoffnung. Auch Marie-Claire erhielt etwas Startkapital, um ein kleines Geschäft zu starten und auch sie sicherte sich und ihrer Familie ein Einkommen, indem sie Gemüse auf dem Markt verkaufte. Dazu kann Marie-Claire sich ausgewogene Mahlzeiten und nötige Medikamente leisten. „Ich bin kräftig und das Geschäft wächst. Ich bin in der Lage, wöchentlich fast acht Euro auf meinem Konto zu sparen“, berichtet sie und lächelt.

Compassions Aids-Initiative wird aus den „Ergänzenden Hilfsfonds“ finanziert. Lesen Sie hier mehr darüber.


Stiven Alexander Ramirez Martinez
Dominikanische Republik
30. März 2004